Die 5 Phasen des Sitzens: Wie Babys das Sitzen lernen und wie Sie jeden Schritt unterstützen können

The 5 Stages of Sitting: How Babies Learn to Sit Up and How You Can Support Each Step

Eltern betrachten das „Aufsetzen“ oft als einen einzigen Meilenstein – etwas, das scheinbar über Nacht geschieht. In einer Woche beugt sich Ihr Baby wie eine Nudel nach vorne und in der nächsten sitzt es plötzlich aufrecht da und überblickt die Welt.

Aber Sitzen ist kein Moment. Es ist ein Prozess – ein Fortschritt koordinierter Muskelstärkung, Gleichgewichtsübungen, Körperbewusstsein und Entwicklung motorischer Fähigkeiten. Und das Verständnis der fünf natürlichen Phasen des Sitzens kann Pflegekräften dabei helfen, genau die richtige Unterstützung zu geben, ohne sich zu beeilen oder übermäßig zu helfen.

Im Folgenden finden Sie eine klare, praktische Aufschlüsselung der einzelnen Phasen, wann sie typischerweise auftreten, und die besten Möglichkeiten, die Sitzreise Ihres Babys zu fördern.


Warum sich das Sitzen stufenweise entwickelt

Beim Sitzen muss Ihr Baby seinen Nacken, seine Schultern, seinen Rücken, seinen Rumpf und seine Hüften koordinieren – außerdem entwickelt es Gleichgewichtsfähigkeiten, die es noch nie zuvor genutzt hat. Babys bauen die Kraft auf, die sie brauchen, indem sie sich auf den Bauch legen, auf der Seite liegen, rollen, wackeln, greifen und schließlich auf einer Stütze sitzen.

Der echte Meilenstein ist nicht einfach „sitzt ohne zu fallen“. Es ist der Punkt, an dem Ihr Baby selbstständig ins Sitzen und aus diesem herausgehen kann – eine Fähigkeit, die als funktionales Sitzen bezeichnet wird. Diese Fähigkeit signalisiert, dass alle früheren Stufen zusammengekommen sind.

Wenn Sie erkennen, in welcher Phase sich Ihr Baby befindet, können Sie es dort abholen, wo es ist, und ihm sinnvolle, entwicklungsunterstützende Aktivitäten anbieten.


Die 5 Phasen des Sitzens

Stufe 1: Sitzen mit Unterstützung

Typisches Alter: ~3–5 Monate

Zuerst brauchen Babys Ihre Hände – oder Ihren Schoß –, um aufrecht zu bleiben. Sie können sie um den Brustkorb halten oder sie leicht nach hinten lehnen lassen.

So unterstützen Sie diese Phase:

  • Bieten Sie kurze, spielerische Sitzmomente auf Ihrem Schoß oder dem Boden.
  • Reduzieren Sie vorsichtig die Unterstützung, die Sie ihm geben, während sich die Rumpfkontrolle verbessert.
  • Stellen Sie Spielzeug bereit Sie können es greifen oder in den Mund nehmen, während Sie seinen Körper stabilisieren.

In dieser Phase geht es um das Erleben der Sitzposition, noch nicht um das Gleichgewicht.


Stufe 2: Requisitensitzen

Typisches Alter: ~4–6 Monate

Jetzt versucht Ihr Baby zu sitzen, indem es sich nach vorne beugt und seine Hände als kleine Ständer nutzt. Ihre Beine bilden eine breite Basis und ihre Hände helfen ihnen, aufrecht zu bleiben.

So unterstützen Sie diese Phase:

  • Stellen Sie ihnen optisch interessante Spielzeuge vor, die nicht gegriffen werden müssen, da beide Hände mit dem Balancieren beschäftigt sind.
  • Wenn sie anfangen, eine Hand nach der anderen zu heben, bieten Sie einfache einhändige Spielzeuge.
  • Legen Sie ein Stillkissen oder eine weiche Unterlage dahinter, um ein Zurückfallen zu verhindern.

Das Stützsitzen baut die Kraft und das Selbstvertrauen auf, die für ein aktiveres Balancieren erforderlich sind.


Stufe 3: Wackeliges Sitzen

Typisches Alter: ~5–7 Monate

Ihr Baby versucht jetzt zu sitzen, ohne sich auf beide Hände zu verlassen – und mit dieser Unabhängigkeit geht das entzückende Wackeln einher. Vorbeugen, Korrigieren, Kippen und erneutes Versuchen sind genau was den Kern stärkt.

So unterstützen Sie diese Phase:

  • Setzen Sie sich hinter sie oder schaffen Sie mit Kissen einen sicheren Aufprallbereich.
  • Bieten Sie niedrige, leicht erreichbare Spielzeuge an, die sie nicht aus dem Gleichgewicht bringen.
  • Lass sie wackeln! Diese winzigen Anpassungen sind das Training.

In dieser Phase geht es darum, mit dem Gleichgewicht zu experimentieren und Stabilität aufzubauen.


Stufe 4: Selbstständiges Sitzen

Typisches Alter: ~6–8 Monate

Ihr Baby kann über längere Strecken selbstständig aufrecht sitzen. Jetzt beginnen sie mit der Verfeinerung der Fertigkeit: Drehen, Ausstrecken, Vorbeugen und Rückkehr in die aufrechte Position.

So unterstützen Sie diese Phase:

  • Platzieren Sie Spielzeuge in einem kleinen Kreis um sie herum – einige in der Nähe, andere leicht außer Reichweite.
  • Bieten Sie Spielzeug über dem Kopf an, um das Aufwärtsstreben und die Körperwahrnehmung zu fördern.
  • Lassen Sie sie üben, das Gewicht in verschiedene Richtungen zu verlagern.

Diese Bewegungen stärken den Rumpf und helfen, sich auf Krabbelübergänge vorzubereiten.


Stufe 5: Funktionelles Sitzen

Typisches Alter: ~7–11 Monate

Diese letzte Stufe ist der wahre Indikator für die Beherrschung des Sitzens. Ihr Baby kann sich selbstständig ins Sitzen und wieder heraus bewegen – oft auf allen Vieren oder in der Bauchlage.

So unterstützen Sie diese Phase:

  • Verteilen Sie Spielzeuge im Raum, damit sie den Wechsel zwischen den Positionen üben.
  • Schaffen Sie unbegrenzte Möglichkeiten, um Bewegung, Reichweite und Wechsel zu erkunden.
  • Fördern Sie das Spielen auf dem Boden, bei dem sie entscheiden können, wie und wann sie sitzen.

Sobald Ihr Baby ins Sitzen und wieder herauskommen kann, ist es bereit für die nächste Stufe der Mobilität, wie Krabbeln und Cruisen.

Charlotte Taylor is Tumama’s Assistant Editor, where she brings her passion for early childhood development and the perinatal period, plus experience as a mom of two to Tumama articles and guides. She’s also a certified lactation counselor. A former preschool teacher, she loves children’s picture books, cats, plants and making things.

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